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Blog 2

Contents

Nature Corner (bird feeding, animal-friendly garden)

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Inhaltsverzeichnis

Naturecke (Vogelfütterung, tierfreundlicher Garten)

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Naturecke

Bilder unten von links nach rechts:
Halsbandsittiche
Kleiber
Buntspechtweibchen
Grünfink

Alexandersittich

Ganzjährige Singvogelfütterungen tragen zum Artenerhalt bei

In Studien verschiedener britischer ornithologischer Gesellschaften und dem deutschen Max-Planck-Institut für Ornithologie hat sich die Singvogelfütterung als ausschließlich vorteilhaft für den Erhalt der Vogelarten erwiesen.

Lektüre zur weiteren Information: Prof. Peter Berthold/Gabriele Mohr, Vögel füttern - aber richtig, Kosmos Verlag

Der unverantwortliche Streit um das Vogelfutterhäuschen

Immer schon war es eines der schwierigsten Probleme auf dieser Welt, neue Wahrheiten so zu präsentieren, dass dabei alte Irrtümer nicht beleidigt werden, denn die Menschen neigen dazu, Argumente, die sich gegen ihre eigenen Ansichten richten, als Angriff auf ihre Person zu betrachten, und es gibt viele, die ihre fest verwurzelten Vorurteile für unanfechtbare Grundsätze halten.

Dr. Russel T. Trall

Der Amerikaner sagte dies im neunzehnten Jahrhundert, aber sein Kommentar hat erstaunlicherweise nichts an Aktualität verloren. Als ausgesprochen negative Reaktion auf die positiven Ergebnisse der ornithologischen Studien an Singvogelfutterstellen verfasste der NABU in einer Stellungnahme ein Positionspapier, in dem seine auf falschen Grundlagen beruhenden Empfehlungen zur eingeschränkten Singvogelfütterung als Status Quo weiterhin festgeschrieben wurden. Die absurden Empfehlungen, die ursprünglich u.a. auf angeblich verfetteten und von der Futterstelle abhängig werden Vögeln beruhen, werden somit durch ihm nahe stehende Presse, Personen oder Internetseiten noch immer unablässig verbreitet. Die wissenschaftlichen Studienergebnisse der renommierten ornithologischen Gesellschaften (in GB immerhin seit Anfang der 1970iger Jahre und in D seit über 10 Jahren zusammengetragen) werden dabei gerne als übertriebene Einzelmeinung der Autoren Prof. Berthold/ Gabriele Mohr dargestellt. Darüber hinaus wird die Zufütterung für Singvögel in ihrer Bedeutung, ihren Vorteilen und Möglichkeiten für den Vogelschutz diskreditiert, herabgewürdigt und verzerrt dargestellt, mit dem Ziel, sie nunmehr in die “Nette-Hobby-Ecke“ zu drängen, zwar gänzlich ohne Nutzen, aber doch wenigstens den Menschen, vor allem Kindern, Alten und Kranken die Vogelwelt näher bringend, aber bitte nur bei -5°C und geschlossener Schneedecke! Das unangemessene Verhalten des NABU verunsichert Vogelfreunde und schadet letztendlich den Anstrengungen um den dringend benötigten Erhalt der Bestände. Es wird lieber in Kauf genommen, dass Vogelarten bei widrigen Witterungsbedingungen und negativer Nahrungslage während der Brutzeit hohe Verluste erleiden, als dass man die wissenschaftlichen Ergebnisse akzeptiert und nun zusätzlich zum Erhalt oder der Neuschaffung von Naturflächen auch ganzjährig Vogelfutterstellen mit den verschiedenen benötigten Vogelfuttersorten sinnvoll einsetzt.

Richtig ist vielmehr, dass bei einem hohen Prozentsatz gefährdeter Vogelbestände und stetig schrumpfender Naturflächen, auf denen nicht mehr genügend Futterpflanzen wachsen, das Aufstellen einer Futtersäule und Wasser genauso sinnvoll ist wie das Einpflanzen von samentragenden und insektenfreundlichen Futterpflanzen oder das Aufhängen von Nistkästen. Die Bedeutung eines insgesamt tierfreundlichen Umfeldes mit entsprechenden einheimischen Wildpflanzen und die zwingend notwendige Wiederherstellung sowie der Erhalt und die Optimierung von Biotopen - soweit überhaupt noch möglich - steht außer Frage. Die Unterstützung unserer Tierwelt insgesamt ist derzeit wichtiger denn je. Alle Naturschützer und Fachleute sind sich einig, dass der Vogelwelt aufgrund von vielfältigen negativen menschlichen Einflüssen Futter und Nistplätze fehlen.

Im Grunde genommen ist die Aufforderung zur Ganzjahresfütterung eine sehr traurige Angelegenheit. Sie zeugt von einem unermesslichen Verlust, bedeutet sie doch, dass durch menschliche Aktivitäten die Landschaft schon so sehr heruntergewirtschaftet ist, dass allerlei Wildtiere keinen geeigneten Platz zum Leben mehr finden, geschweige denn Futter in ausreichender Menge. Voraussichtlich können künstlich verfügbar gemachte Futtermittel den Schwund der Vogelbestände lediglich lindern. Ausgedehnte Biotope mit ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum wären allemal effektiver, sind aber leider unaufhaltsam im Schwinden begriffen.

Interessanterweise gestaltet sich die Zufütterung sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten völlig problemlos, die im deutschsprachigen Raum bisher ins Feld geführten Probleme treten dort nicht auf. Die positiven Reaktionen der Vögel auf die Futterstellen indes sind nicht neu. Noch in den 1970gern betrieben Naturschutzvereine Futterstellen für Vögel in Deutschland.

Im Folgenden werden einige Äußerungen zur Vogelfütterung, die aus verschiedenen Quellen stammen, aufgelistet. Dem sind meine eigenen Beobachtungen und die Erfahrungen anderer Vogelfreunde an der Futterstelle gegenübergestellt. Zu den Themen Wasser, Nistkästen, Ratten, Straßentauben und Drohnenlarven als Vogelfutter habe ich mich bei Prof. Berthold und Gabriele Mohr fachlich rückversichert.

1. Der Winter ist ein natürliches Ausleseverfahren, das durch Zufütterung beeinträchtigt wird.
Die Futtersäule beeinträchtigt das natürliche Ausleseverfahren ebenso wenig, wie ein Feldrand mit reichhaltigen Futterpflanzen.
Schwache Tiere oder Tiere mit Fehlbildungen (z.B. Schnabelfehlbildungen) fallen auf jeden Fall der Natur zum Opfer. Die Futtersäule verhindert dies nicht.

2. Von der Winterfütterung profitieren nur zehn Prozent der Vogelarten, während viele Arten vom Aussterben bedroht sind.
Studien haben gezeigt, dass auch viele gefährdete Zugvogelarten nach ihrer Rückkehr von festen Futterstellen profitieren, sofern sie wissen, wo sich diese befinden. Die Anzahl der Arten hängt auch vom Standort ab, ob sich die Futterstelle auf einem Balkon in der Stadt befindet oder an einem Feld- oder Waldrand.

3. Wasservögel und Greifvögel sind auf “eigene” Nahrungssuche angewiesen.
Hier muss man fachlich differenzieren. Wasservögel benötigen andere Schutzmaßnahmen als Sing- oder Greifvögel. Da sich Wasservögel von Kleinstorganismen im Wasser ernähren, ist der Schutz der Gewässer und ihres Umfeldes wichtig. Brot, noch dazu verschimmeltes, hat unverändert noch immer nichts im Wasser und am Ufer verloren, weil dadurch Gewässer “umkippen” (Algenbildung) und die Kleinstlebewesen, die eigentliche Nahrungsgrundlage der Wasservögel, abgetötet werden. Erst in Notzeiten bei strengem Eis setzt die gesetzlich geregelte Fütterung ein, die allerdings nicht auf Eisflächen durchgeführt wird.
Manchmal nehmen Greifvögel auch Knödel mit, auch erjagen sie schwache Singvögel an der Futterstelle. Prof. Berthold und Gabriele Mohr erklären, wie man auch Greifvögeln fachgerecht helfen kann.

4. Die durchgefütterten Standvögel besetzen die Nistplätze, die somit gefährdeten Zugvogelarten nicht mehr zugute kommen.
Dem Mangel an Nistplätzen begegnet man, indem man genügend Nistkästen aufhängt und Sträucher, Büsche und Ranken als Brutraum pflanzt. Mehr dazu unten. Wildvögel lassen sich nicht durchfüttern! Der Futterbedarf schwankt erheblich und ist an milden Tagen beträchtlich geringer. Auch die Zahl der Besucher nimmt dann ab. An kalten Tagen und bei Frost ist die Futterstelle wieder mehr gefragt.

5. Es kommen sowieso nur Meisen an die Futterstelle.
Abgesehen davon, dass diese Aussage unwahr ist, ist Meise nicht gleich Meise. Es gibt Kohl-, Blau-, Schwanz-, Hauben-, Bart-, Beutel-, Lasur-, Lappland-, Weiden- ,Tannen-, Balkan-, und Sumpfmeisen. Einige Arten, die die Futterstelle aufsuchen, sind ziemlich selten. Welche Futtergäste am Futterhaus auftauchen, ist regional verschieden und unterscheidet sich auch je nach Umfeld (Stadt, Feld-,Waldrevier, Park etc.).

6. Beerensträucher und Obstbäume eignen sich besonders gut, um die Vögel durch den Winter zu bringen.
Selbstverständlich werden Beerensträucher von beerenfressenden Vögeln abgeerntet. Sehr hoch im Kurs stehen in der Regel aber Knödel, Fettkuchen, Nüsse, Sonnenblumenkerne und mit kaltgepresstem Öl übergossene Haferflocken. Diese Futtermittel enthalten Aminosäuren, die die Vögel dringend zum Überleben brauchen. Daher sollte man im Garten auch auf samentragende Pflanzen achten.

7. Vogelfütterung trägt ausschließlich zur emotionalen Bindung des Menschen an die Tierwelt bei.
Der eigentliche Sinn der Fütterung, ist, den Vögeln durch kalte Nächte und Tage sowie Nahrungsengpässe im Winter und Frühjahr zu helfen, sie während der Brutzeit zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass Nistkästen in der Nähe und angelegte Schutzhecken verstärkt als Brutraum angenommen werden.

Die Futtersäule als sichere Nahrungsgrundlage animiert zur zweiten Brut. Logischerweise wirkt sich das positiv auf die Bestände aus. Selbst wenn eine Vogelart erfreulicherweise ihre Bestände etwas vergrößern konnte, ist das noch lange kein Grund, die Hilfe für sie als überflüssig zu erachten.

8. “Falsche” Fütterung schadet den Vögeln.
Sofern man handelsübliches oder selbst gefertigtes qualitativ einwandfreies Futter verwendet, schadet die Fütterung den Vögeln nicht im mindesten. Sollte das Futter einmal unbemerkt schimmelig geworden sein, halten sich die Vögel davon fern. In diesem Fall ist eine gründliche Reinigung der Futtergeräte angemessen. Essig tötet die für Vögel tödlichen Schimmelpilzsporen ab. Es empfiehlt sich, das Futter beim Nachfüllen der Futtergeräte regelmäßig zu kontrollieren.

9. Man soll erst bei -5°C und geschlossener Schneedecke füttern.
Für diese Forderung, von der der NABU wider besserer Argumente nicht abrückt, gibt es überhaupt gar keine stichhaltige Begründung. Vielmehr beruht sie auf angeblich “bequem” und “fett” gewordenen Singvögeln sowie allen anderen falschen Behauptungen.

10. Die Vögel überfressen sich und werden bequem.
Im Unterschied zu Haus- und Zootieren, setzt die Natur eine gute Nahrungslage in der Regel in höhere Bestände um. Übergewicht und Fettsucht sind in der frei lebenden Tierwelt weitgehend unbekannt, da die Tiere sich artgerecht ernähren und aufhören zu fressen, wenn sie satt sind! Im letzten Jahr berichtete die BBC über zwei zu dick gewordene Igel, die sich an im Garten aufgestelltem Katzenfutter überfressen hatten. Solche Fälle bleiben jedoch hoffentlich die Ausnahme. Gerade Singvögel sind sehr flink und können sich Behäbigkeit nicht leisten, da sie sonst schnell einem Fressfeind zum Opfer fallen würden. Somit hält sich die für den Winter angefressene Speckschicht im Rahmen des Vorgesehenen und ist für den Menschen nicht sichtbar. Wohl aber plustern sich Vögel im Winter bei Kälte auf, dann sind sie aber keinesfalls "dick" und haben sich auch nicht "überfressen". Durch die aufgeplusterten Federn entsteht am Vogelkörper eine isolierenden und wärmende Luftschicht, die verhindert, dass die Vögel erfrieren.

11. Vögel benötigen kein Zusatzfutter. Wie konnten sie sonst all die Jahrtausende vorher überleben?
Diese Aussage übersieht, dass jeden Tag erhebliche Flächen für Bauvorhaben versiegelt werden, was einher geht mit dem Verlust von Lebensräumen und Futterpflanzen. Ein weiterer beträchtlicher Teil wird durch die industrialisierte Landwirtschaft vernichtet. Die wenigen noch verbleibenden Flächen reichen nicht aus, um angemessene Tierbestände aufrecht zu erhalten. Der gefürchtete “Flaschenhals” im Genpool durch zu geringe Bestände führt über kurz oder lang zum Aussterben der gesamten Art.

12. Man sollte ausschließlich bei hohem Schnee und strengem Frost füttern und ansonsten sein Geld für sinnvollere Maßnahmen einsetzen, z.B. die Bestückung des Gartens mit Nistkästen.
Nistkästen, Sträucher, Büsche und Bäume sind für den Vogelschutz unverzichtbar. Eine Futtersäule in der Nähe stellt für die Tiere während der Brutzeit einen immensen Standortvorteil dar, so dass sie die Nistkästen auch vermehrt annehmen. Nistkästen in einer Futterwüste sind nicht sinnvoll, ebenso wenig wie die Futtersäule ohne Brutmöglichkeiten.

13. Beim Kauf von Vogelfutter kommen erhebliche Summen zusammen.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass zunächst einmal eher ein gewisser Betrag für qualitativ vernünftige und leicht zu reinigende Futtergeräte zu investieren ist. Die Futtermittel selber lassen sich nicht nur im teuren Fachhandel, sondern preisgünstiger aus dem Supermarkt beziehen, selbst herstellen und mischen. Wem das immer noch zu viel Geld ist, der kann sich auf Knödelhalter und ein paar Knödel beschränken. Davon haben viele Arten etwas. Vogelarten auf dem Boden picken herunterfallende Krümel auf. Besser und für mehr Arten nützlich ist allerdings die gesamte Palette mit Flocken, Sämereien, Sonnenblumenkernen, Knödeln/Fettkuchen und Nüssen.

14. Vögel können die vom Menschen geschaffenen Möglichkeiten nutzen.
Das tun sie bereits nach Leibeskräften. Z.B. haben sie sich Mauerritzen im Waschbeton als Nahrungsquelle erschlossen, weil sich dorthin Insekten verkriechen. Allerdings beschränken sich die vom Menschen “geschaffenen” Möglichkeiten vielfach auf die Zerstörung von Lebensräumen durch Baumaßnahmen aller Art sowie durch Mindernutzung und Nutzungsaufgabe. Die Zeiten, in denen die Tiere von landwirtschaftlich bewirtschafteten Feldern profitieren konnten und noch genügend Grünflächen vorhanden waren, sind endgültig vorbei.

15. An Futterplätzen herrscht eine große Gefahr an Salmonellen-Infektionen, und es hat dort schon viele tote Vögel gegeben.
Sofern man Futtergeräte verwendet, in denen das Futter nachfällt, so dass die Vögel es nicht mit ihrem Kot verunreinigen, besteht keine Gefahr einer Verseuchung. Gleichzeitig ist auf eine vernünftige Sauberkeit zu achten - klinisch rein braucht es aber nicht zu sein. Für die Reinigung von Futtergeräten bitte nur warmes Wasser, Bürsten und ggf. ein von Fachleuten empfohlenes mildes Reinigungsmittel verwenden. Normalerweise reicht schon Wasser und Bürste. Reinigungsmittel können für Vögel giftig sein. Futter ,in einer offenen Schüssel mit Kot vermengt, eignet sich nicht.

16. An den Futterstellen werden die Vögel aufgrund von Revierkämpfen gestresst.
Streitereien kommen zwar vor, besonders unter einigen Arten (z.B. Grünfinken), aber der Futterneid nimmt massiv ab, wenn augenscheinlich genügend Futter für alle zur Verfügung steht. Nebenfutterstellen in einigem Abstand und mehr als ein Futtergerät mit einer Futtersorte erlaubt es mehreren Vögeln, gleichzeitig zu fressen.

17. Vögel füttern ihren Nachwuchs mit “falschen” Körnchen, woran dieser stirbt.
Im Frühjahr sind alle Singvögel für ihren Nachwuchs auf Insektenfang. Nie habe ich gesehen, dass sie Körnchen zum Nistkasten tragen. Zwischendurch nehmen sie einige hastige Happen für sich selbst und fliegen dann sofort weiter. Manchmal ist nicht einmal Zeit für einen Schluck Wasser. Nach einiger Zeit stieg der Futterbedarf am Fettkuchen an, so dass vermutet werden kann, dass sie den Fettkuchen an ihre Jungen verfüttert haben. Alle Nestlinge waren wohlauf und flatterten bald in der Umgebung herum.
Ganz abgesehen davon bringen die Pflanzen im Frühjahr genug “falsche” Körnchen hervor, mit denen die Tiere instinktsicher umgehen müssen. Körnerfresser fressen als erwachsene Tiere das ganze Jahr über - was wohl? - Körner . So gesehen ist es unsinnig, ihnen dieses Futter vorzuenthalten, das sie sich in der Natur sowieso suchen würden.

18. Vögel fressen nur an der Futterstelle, aber nicht mehr die Schädlinge im Garten.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Ab dem Frühjahr ändert sich der Nahrungsbedarf, und Insekten werden wieder stärker bevorzugt. Die Futtersäule sorgt für Nahrungssicherheit, und die Vögel bleiben in Ihrem Garten, wo sie Insekten suchen und integrieren die Futtersäule in ihren Gesamtbedarf.

19. Im Winter darf man kein Wasser zur Verfügung stellen, weil die Vögel sonst darin baden und ihr Gefieder vereist.
Das Gefieder der Vögel ist wasserabweisend und vereist somit nicht. Vögel nutzen auch im Winter Wasser zum Baden und Trinken und picken sich notfalls durch eine Eisschicht zum Wasser durch. Sie baden auch in Schnee. Wasser ist für die Vögel zur Gefiederpflege unabdinglich.

20. Vögel sterben, wenn sie gefrorenes Wasser zu sich nehmen. Um das zu verhindern, soll man im Winter das Aufstellen einer Vogeltränke vermeiden.
Das tun sie nicht! Was sollten sie denn sonst bloß machen? Überall an Pfützen lägen tote Vögel herum! Vielmehr ist den Standvögeln doch wohl zuzutrauen, dass sie mit Wasser im Winter umgehen können. Auch wenn sie klein sind, handelt es sich um ausgewachsene, instinktsichere Wildtiere, die sich gegen die Härten der Natur zu behaupten wissen und keinen menschlichen Aufpasser benötigen.

21. Das Wasser einer Wasserstelle muss jeden Tag ausgetauscht werden, weil sich sonst tödliche Krankheitserreger darin bilden.
Vögel bedienen sich auch an nach menschlichem Ermessen durchaus schmutzigen Pfützen. Es reicht aus, wenn das Wasser nach menschlichem Dafürhalten sauber ist. Einige Blätter oder ein wenig Erde sind nicht schlimm. Abgesehen davon, lieben Vögel natürlich klares, sauberes Wasser, das am besten durch einen Bachlauf mit flachen Rändern und Anlandesteinen fließen soll. Es kann vorkommen, dass in begrenzten Gebieten die Vogeltränke zum Übertragungsort von tödlichen Bakterien wird. In dem Fall muss man tatsächlich die Vogeltränke beiseite räumen, bis die Gefahr gebannt ist. Dies erfährt man ggf. aus der Zeitung. Es ist auf jeden Fall nicht notwendig, wie vom Nabu gefordert, sofort auch die Fütterung einzustellen.



young great tit
beak deformation: this tit won't survive
beak deformation: no chance despite the bird feeding station
sparrow nesting site

Bilder oben von links nach rechts:
Junge Kohlmeise
Blaumeise mit Schnabelfehlbildung: Sie hat trotz der Futterstelle keine Überlebenschance
"Spatzentopf" zum Nisten wird auch gerne von anderen Vogelarten angenommen und dient im Winter als Übernachtungsmöglichkeit.

Die Futterstelle:
Als Standort für die Futterstelle eignet sich ein Ort, an dem die Vögel sowohl Rundumsicht haben als auch schnell in niedrigen Büschen oder Sträuchern Schutz suchen können.
Geeignete Futtermittel sind: Sonnenblumenkerne, mit Öl übergossene Haferflocken, Sämereien, Knödel, Fettkuchen etc., Körnermischungen und vor allem auch Nüsse (Erdnuss, Walnuss, Haselnuss).Um alle Arten zu erreichen, achtet man am besten darauf, die gesamte Bandbereite an qualitativ hochwertigem Futter in mäßiger Menge bereitzustellen. Handelsübliche Futterspender eignen sich dafür gut. Dekorative Elemente sind eher für das menschliche Auge gedacht. Es macht Freude, dem Ganzen einen kreativen Rahmen zu geben. Allerdings ist es wichtig, auf eine komplikationslose Reinigung zu achten. Mit ein wenig Erfindungsgeist kann man sich teure Produkte sparen.

In den Fettkuchen stecke ich ein Stück Holzstäbchen, um es auch Rotkehlchen und Heckenbraunelle zu ermöglichen, an das Futter heranzukommen. Alternativ kann man auch darauf achten, dass sich entsprechende Zweige zum Sitzen in der Nähe befinden.

Ambrosia und Monokulturen: In manchen Vogelfuttertüten finden sich Ambrosiasamen. Dabei handelt es sich um eine Pflanze, die stark allergieauslösend ist und von Amerika über Osteuropa eingeschleppt wurde. Halten Sie sich an Hersteller, die ambrosiafreies Futter garantieren oder deren Futter entsprechend getestet wurde.
Michael Lohmann (1x1 der Vogelfütterung, blv 2007) berichtet, dass in Osteuropa Monokulturen mit Sonnenblumen entstünden. Diese sind sicher nicht ausschließlich dazu gedacht, um Vogelfutter zu produzieren und auch nicht alleine für Deutschland. Um dem zu begegnen, füttern wir auch andere Futtermittel und können zum Teil auch Sonnenblumen selber im Garten pflanzen. Diese sind allerdings durchaus recht schnell abgeerntet. Der Anblick z.B. eines Distelfinkenschwarms im Sonnenblumenbeet ist dennoch kaum zu toppen.

Drohnenlarven der Biene als Lebensretter für Zugvögel in kalten Nächten: Bei unsachgemäßem Vorgehen besteht die Gefahr, dass an Waben oder ausgelesenen Drohnenlarven Honigreste oder gar Milben (Varroa-Milbe) haften können, die bei Bienen zum Tode führen. Dieses Problem stellt sich allerdings nur bei Ausbringung der Waben im Juli/August, wenn der Imker sie frisch herausschneidet. In den Sommermonaten ist die Verfütterung von Drohnenlarven aber keinesfalls sinnvoll, denn die Nahrungslage ist dann am allerbesten, und die Jungvögel sind bereits ausgeflogen. Das Futter wird also nicht benötigt. Der Imker soll vielmehr die Drohnen in einem fortgeschrittenen Stadium herausschneiden, kurz bevor sie braune Körper bekommen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich so gut wie kein Honig mehr in der Wabe, das Hygieneproblem ist somit vermieden. Sodann friert man die Waben mit den Drohnen in einer Gefriertruhe bei mindestens minus 20°C ein, um alle Milben abzutöten. Das Gefrierfach des Kühlschranks eignet sich dafür nicht, hier ist die Temperatur nicht niedrig genug. Die Larven sind ein halbes oder ein dreiviertel Jahr lagerungsfähig und stehen in kalten Frühjahrstagen und -nächten um den April herum zur Verfügung. Dann sind die Zugvögel zurückgekehrt und leiden unter Nahrungsengpässen. Man zerbröselt die Waben und liest die Drohnen heraus. Die Milben sind abgetötet, Honigreste, die noch an den Larven kleben mögen, denkbar minimal und somit ungefährlich. Teuer ist dieses Vogelfutter vom Imker keineswegs. In kleineren Mengen und bei eigener Lagerung verschenkt der Imker die Waben vielleicht auch oder erhält ein kleines Entgelt. Die Waben können in der Gefriertruhe in Gefäßen gelagert werden. Für den Großabnehmer Vogelwarte Radolfzell schaffte sich der liefernde Imker allerdings extra eine Kühltruhe an, in der die Larven gelagert wurden, bis genügend große Mengen zusammenkamen und abgeholt werden konnten. Nach Ausbringen der Larven an den kalten Frühjahrstagen bei Frost oder Schnee konnte beobachtet werden, wie sich die Zugvögel mithilfe des Futters rasch wieder erholten.

Wasser: Um es vorweg zu sagen: Vögel lieben frisches Wasser. Der Vogelhimmel auf Erden ist sicher ein leicht fließendes kristallklares Gewässer mit flachen Ausbuchtungen mit flachen Anlandesteinen zum Trinken und Baden. Der täglich oder mehrmals täglich durchgeführte Austausch des Wassers in Vogeltränken ist daher selbstverständlich vollkommen in Ordnung. Aber sie sind auch mit weniger frischem Wasser zufrieden, wie es z.B. in Pfützen zu finden ist. Manchmal markieren andere Tiere die Wasserstelle mit Urin oder koten sogar hinein (z.B. Fuchs). Selbst dann trinken Vögel das Wasser noch. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Natur pur. Uns Menschen allerdings gefällt solch mangelnde Reinlichkeit nicht, daher reicht es aus, nach Inaugenscheinnahme und wenn Sie nur wenig Zeit haben, die Wasserstelle alle 2-3 Tage oder auch nur wöchentlich neu zu befüllen. Auf die Pfützen am Wegrand passt auch niemand auf. Bei Hitzeperioden ist es allerdings ungleich wichtiger, auf frisches Wasser zu achten. Es ist vielleicht die einzige Wasserstelle in der Umgebung, wo die Vögel und andere Tiere Wasser finden. Gerade in Trockenperioden hilft das Wissen um eine zuverlässige Stelle mit Futter und Wasser den Tieren, zu überleben. Als Trinkgefäße eignen sich flache Schalen und Blumentopfuntersetzer, die am besten im Durchmesser möglichst groß sein sollen, z.B. 50 cm. Mithilfe von Kieselsteinen kann man bei Bedarf unterschiedliche Wassertiefen erzeugen. Wenn Sie einen Teich anlegen, achten Sie bitte auf flache Ufer und Anlandesteine. Vögel fliegen erst einmal auf den Schalenrand der Vogeltränke oder auf Anlandesteine, um die Wassertiefe in Augenschein zu nehmen. Erst dann hüpfen sie ins Wasser, um zu baden. Daher sind Anlandesteine wichtig. Zur Reinigung der Schale eignet sich eine alte Topf- oder Spülbürste.

Nisthilfen: Eingangs sei darauf hingewiesen, dass Sitzstangen unterhalb des Einfluglochs eher hinderlich und unnötig sind als nützlich. Die Vögel landen nämlich direkt im Einflugloch. Ob ein Nistkasten angenommen wurde, wird früher oder später auch durch Krallenspuren am Einflugloch sichtbar. Wichtig ist eine Bestückung mit Nistkästen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern, wobei man auch Halbhöhlenbrüter nicht vergessen darf. Nistkästen müssen eine bestimmte Größe aufweisen, um von den Vögeln angenommen zu werden. Die zu Dekorationszwecken um die Osterzeit im Handel erhältlichen Kästen eignen sich nicht für die Brut, wohl aber vielleicht als Unterschlupf für Insekten, z.B. Ohrenkneifer und Spinnen. Die im Fachhandel üblichen Vogelnistkästen entsprechen den geeigneten Maßen und können beim Selbstbau als Orientierung herangezogen werden. Achten Sie auf einfache Handhabung bei der Reinigung. Zu große Kästen sind nicht weiter schlimm, die Vögel polstern sie einfach aus. Zu kleine Kästen hingegen bedeuten einen großen Nachteil, weil die Vögel in ihnen nur eine sehr begrenzte Zahl von Eiern legen können. Gönnen Sie ihnen also ein größeres Haus! Neue Nistkästen hängt man am besten bereits im Herbst auf, sie dienen dann den Vögeln während des Winters als Übernachtungsmöglichkeit.
Wie finden Sie die folgende Überlegung: ‘Durch Bauvorhaben aller Art werden tagtäglich Naturflächen in großem Stil vernichtet, so dass es nicht mehr genug Nistplätze gibt, was sich in fallenden Vogelbeständen niederschlägt. Man sollte daher ein paar Standvögel dezimieren, um gefährdeten Zugvögeln auch noch eine Chance zu geben.’ Absurd? Nichts anderes ist die Forderung des Unterlassens der Singvogelfütterung, in der Hoffnung, dass im Winterhalbjahr tunlichst viele Standvögel durch “winterliche Härten” oder vielmehr aufgrund von Futtermangel eingehen. Was dabei nicht bedacht wird, ist, wenn es noch Felder mit genügend Futterpflanzen gäbe, den Standvögeln die winterlichen Härten nichts ausmachen würden.
Sollte man stattdessen nicht lieber wieder für mehr Nistmöglichkeiten sorgen?
Früher waren Ranken und Brachgelände mit Futterpflanzen Gang und Gäbe. Die Landwirtschaft sorgte für gute Lebensräume. An den Wegrändern wuchsen Blumen, die Felder waren von Hecken umgeben. Die Nahrungsbeschaffung war denkbar einfach, was sich in so großen Vogelzahlen niederschlug, dass die Landwirte Maßnahmen ergriffen, um ihre Ernte zu sichern. Mit der Industrialisierung sanken die Tierzahlen insgesamt, mit Ausnahme der meistens unbeliebten Tierarten, die bei den Menschen unter den neuen Bedingungen ein gutes Auskommen finden.
Wie also kann man den gefährdeten Zugvögeln helfen? Beim Aufhängen von Nistkästen gibt es keine Sicherheitsabstände, es können also durchaus mehrere Kästen an einem Baum oder an einer Wand hängen. In der Natur brüten die Vögel ebenfalls dicht an dicht. Hängt man möglichst viele Kästen auf, dulden sich in einem Revier einer bestimmten Größe eine eingeschränkte Anzahl von Tieren einer Vogelart. Die dadurch frei bleibenden Nistkästen können später von Zugvögeln bezogen werden. Ein großer Teil der Arten brütet in Hecken, Ranken, Sträuchern und niedrigen Büschen, so dass Efeu, die Wildform der Clematis, Kriechrose, Knöterich, stachelige Sträucher etc. als Brutraum sehr wertvoll sind. Wildformen bieten noch dazu Insekten Nahrung und sind Lebensraum für Kleinspinnen u.a.. Die Wichtigkeit der Bereitstellung von Brutraum durch Pflanzungen wird von allen Ornithologen besonders betont.
Nistkästen hängt man mit dem Einflugloch in Richtung Osten oder Süden bzw. alle Richtungen dazwischen auf, allerdings nicht in die pralle Sonne. Zu dunkel darf es dennoch auch nicht sein. In Ausnahmefällen darf die Richtung geringfügig gen Norden oder Westen abweichen. Die richtige Höhe ist Kopfhöhe, sofern keine menschlichen Störer vorhanden sind. Die angenehme Höhe erleichtert die Reinigung im Herbst. Haben Fremde Zugang, sollten die Kästen außer Reichweite hängen. Keinesfalls hängt man Nistkästen niedrig über dem Boden auf, um Rotkehlchen dazu zu bewegen, den Nistkasten anzunehmen; die niedrige Höhe ist nicht sicher genug für sie. Rotkehlchen brüten sehr gerne auch in Büschen und nehmen Nistkästen daher nicht zwingend an. Immer darauf achten, ob die Nistkästen für Räuber wie Marder, Katzen, Eichhörnchen etc. erreichbar sind und ggf mit Katzengürtel, dornigen Zweigen oder Eigenkonstruktionen einen Schutz anbringen. Die Sicherheit vor Nesträubern wie z.B. Elstern, Krähen, Mäusen, Eichhörnchen, Mardern, Spechten, Katzen, Ratten, Amseln und Greifvögeln wird bei den Kleinvögeln ganz groß geschrieben. Manche Nistkästen sind bereits mit Räuberschutz ausgestattet, es gibt auch die freie Aufhängungen an einem Draht (z.B. von Schwegler). Im Herbst wird das alte Nistmaterial aus dem Nistkasten entfernt. Befinden sich Flöhe am Einflugloch, kann man diese mit einer Lötlampe auf niedrigster Stufe zunächst von außen abflammen, dann den Innenraum ausflammen um die Flöhe zu entfernen. Das Nistmaterial am besten in eine Tüte fallen lassen und diese fest verknoten und in den Müll werfen. Floh- und Fleischfliegenbefall im Nistkasten gefährdet das Überleben der Nestlinge. Eine sichere Futterstelle in der Nähe verbessert den Standort derart, dass die Nistkästen vielfach auch angenommen werden. An geschützten Stellen auf dem Balkon, im Garten oder nahe der Terrasse eignen sich Nistkästen aus Holz gut, im freien Gelände sind solche aus Holzbeton haltbarer.


Ungebetene Gäste an der Futterstelle:

Eichhörnchen:
Von allen Fehlgästen an der Vogelfutterstelle ist das Eichhörnchen der niedlichste. Seine Lebenssituation ist nicht besonders gut, viele überleben das erste Lebensjahr nicht, weil sie einem Unglück zum Opfer fallen oder verhungern. Hinzu kommt die bevorstehende Ausbreitung des amerikanischen Grauhörnchens, das seinen Lebensraum bedroht. Die natürliche Lebensspanne beträgt zehn Jahre. Dem gewitzten Kameraden ist kaum etwas entgegenzusetzen. Geschickt sucht es sich seinen Weg über Äste und Zweige, um in das Futterhaus oder an den Futterautomaten zu gelangen. Es passt erstaunlicherweise auch durch die kleinen Gitter handelsüblicher Schutzkäfige für die Bodenfütterung, die eigentlich nur kleine Singvögel herein lassen sollen.
In Amerika gibt es Futterhäuser, bei denen sich eine Klappe schließt, wenn ein schwereres Tier als ein Kleinvogel an das Futter heranzukommen versucht. In Deutschland sind Futterautomaten erhältlich, deren Sitzring sich absenkt (z.B. von Vivara). Ich gönne dem Eichhörnchen einfach einige Sonnenblumenkerne und Stückchen vom Knödel. Es hat sogar seinen eigenen Futterkasten, mit Hasel- und Walnüssen. Wichtig ist, ganze Nüsse der in Deutschland heimischen Nussarten in den Kasten zu legen. Das Eichhörnchen muss seine Zähne zum Aufnagen benutzen, sonst werden diese zu lang und damit unbrauchbar, was zum Tode durch Verhungern führt. Aber auch das Eichhörnchen nutzt zur Nahrungssuche nicht ausschließlich die Futtersäule. Im Frühjahr wird es allerdings zum geschickten Nesträuber, vor allem eine Gefahr für Bodenbrüter. Nistkästen müssen daher möglichst unerreichbar hängen und für die Vögel sicher sein. Ganz verhindern kann man das Ausräumen eines Nestes trotzdem nicht. Die Tiere hängen eben hinsichtlich ihrer Nahrung voneinander ab.

Elstern und Krähen: Hängt das Futter auf eine Art und Weise, dass sie ran kommen, werden sie das auch tun und dann große Mengen Futter verschlingen. Notfalls setzen sie sich auf einen Zweig über der Futterstelle und lassen sich durch ihr Körpergewicht wie in einem Fahrstuhl herunter. Große Schnabelspuren und plötzlich verschwundene Knödel oder gar verschleppte Futtergeräte sind ein Anzeichen ihrer Aktivitäten. Da hilft nur eins. Alles so zwischen dünne Zweige hängen, dass nur kleine Singvögel ran kommen. Futtergeräte lassen sich mit Schäkeln aus dem Baumarkt (U-formig mit Splint zum Zuschrauben) oder fester Kordel anbinden. Von Krähen ist bekannt, dass sie selbst an Ketten hängende Futtergeräte Stück für Stück zu sich hoch ziehen können. Dann müsste man sie von unten auch noch befestigen, um dies zu verhindern. Vielfach ist es nicht möglich, Krähen und Elstern Futter vorzuenthalten.


Greifvögel: An Futterstellen im Gelände finden sich auch Greifvögel, wie z.B. Sperber oder Falken ein, um Beute zu machen und ab und zu vielleicht einen Knödel zu “klauen“. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in der natürlichen Auslese geschwächter Tiere. Viele von ihnen stehen aufgrund von Nahrungsmangel und Lebensraumvernichtung auf Roten Listen. Dennoch wollen Gartenbesitzer manchmal “ihre” Kleinvögel vor solchen Angriffen wenigstens direkt an der Futterstelle schützen. Dazu eigenen sich große silberfarbene Spiegelkugeln gut, die man auf einen ca. 3,50 m langen Eisenstab schraubt. Entweder ein Gewinde in eine passende Eisenstange selbst schneiden (preislich günstiger) oder direkt eine passende Gewindestange besorgen. Diese steckt man dann ca. 50 cm in den Erdboden und bindet sie noch zusätzlich an einigen Zweigen an. So übersteht sie auch einen Sturm. Es ist nicht unbedingt notwendig, eine spezielle Greifvogelkugel zu erwerben. Qualitativ hochwertige Silberkugeln, die als Dekoration für Außenbereiche erhältlich sind, erfüllten ebenfalls ihren Zweck. Diese Kugeln, wie sie z.B. heutzutage in Bayern als Beetdekoration üblich sind, benutzte man früher, um den Hühnerbestand vor Greifvögeln zu schützen. Ein Greifvogel, der sein eigenes Spiegelbild sieht, streicht häufig wieder ab. Die Kugelform garantiert, dass er es sieht, gleich aus welcher Richtung er sich nähert. Dennoch wird es nicht gelingen, schwache Vögel dauerhaft vor Greifvögeln zu schützen, und dies ist auch nicht im Sinne des Erfinders.

Straßentauben: Eindeutig sind Tauben auch Vögel, aber ganz besondere! Sie werden als “Wildvögel” definiert, wenn man keine Lust hat, sich um sie zu kümmern. In diesem Fall sind sie eindeutig in der Lage, selber Futter zu suchen. Schüttet ihnen aber jemand Futter hin, werden sie plötzlich zu “Haustieren”. Der Mensch hat sie somit “in Besitz genommen” und haftet für Verschmutzungen, die sie durch ihren Kot anrichten. Bei Rotkehlchen oder Meisen käme niemand auf eine solche Idee. Manche Städte und Gemeinden haben ein pauschales “Taubenfütterverbot” erlassen, ungeachtet dessen, dass die Türkentaube ebenfalls auf der roten Listen steht und Hilfe gebrauchen könnte. Echte Wildtauben, wie die Ringeltaube, unsere größte Taube, die Türkentaube, Turteltaube oder Hohltaube verhalten sich hinsichtlich ihrer Nahrungssuche vollkommen autark. Straßentauben sind vom Menschen abhängig. Sie suchen ihr Futter nicht im Grünen, sondern ausschließlich beim Menschen. Dazu picken sie alles auch nur annähernd Fressbare von den Straßen auf, erleiden Krankheiten, Verkrüppelungen und Unfälle. Fütterverbote oder Tötungsaktionen haben bisher zu keiner Bestandsreduktion geführt. Erfolgversprechend in einigen Städten ist die Bindung der Straßentauben an Taubenschläge mittels Futter und vernünftiger Versorgung. Die Eier der Tiere werden dann durch unfruchtbare Eier oder Gipseier ausgetauscht. Bedauerlicherweise wollen sich viele Städte die Mühe nicht machen und überlassen die Tiere sich selbst. Um ihnen entsprechend des Fütterverbots an der Futtersäule keine Chance einzuräumen, darf einem kein Fehler unterlaufen. Eine Kiste, belegt mit einem Gitter oder fest bespannt mit einem Stück Katzenschutznetz, fängt Heruntergefallenes auf, ohne dass die Tauben an das Futter gelangen. Erhöht und an einer Kante aufgestellte Schutzkäfige verhindern ihren Zugang, ebenso Futterhäuschen, die ihnen keine Landung ermöglichen und deren Zugänge zu klein für sie sind.

Marder: Er liebt Nüsse und Knödel. Als geschicktem Kletterer fällt es ihm nicht schwer, ganze Futtergeräte auseinander zu nehmen, um an den Inhalt zu gelangen. Futtergeräte umhängen und schauen, ob der Marder nun fern bleibt. Vielleicht hilft ein Baumhaken.

Mäuse und Ratten: Bei geringem Befall bleibt zu hoffen, dass Mäuse von der eigenen Katze oder der Nachbarskatze erjagt werden. Ansonsten hilft vielleicht eine Lebendfalle und ein Aussetzen fernab von Siedlungen. In übliche Mäusefallen können auch Vögel gelangen, wenn sie versuchen, an den Köder zu kommen (z.B. Käse). Ratten sind schon ein größeres Problem. In diesem Fall darf kein Futter aus dem Futterhaus nach unten fallen. Abends zusammenkehren und mit Sand abstreuen. Futtergeräte so anbringen und festbinden, dass Ratten sie auch kletternd nicht erreichen und nicht forttragen können. Giftköder in die Rattenbauten hineinlegen, sofern sie ausgemacht werden können. Keine Essensreste auf den Kompost geben. Die Gemeinde- oder Stadtverwaltung über den Befall informieren, denn Abwasserkanäle können auch von dem Befall betroffen sein. Wichtig ist: Die Futterstelle ist nicht schuld an dem Befall, aber heruntergefallenes Futter, das über Nacht liegen bleibt, ist zu vermeiden.

Spechte: Spechte sind im Winter gern gesehene Gäste an der Futterstelle. Im Frühling aber werden Jungvögel der kleinen Singvogelarten in einem gewissen Umfang auch zur Nahrung für den Spechtnachwuchs. Die Spechteltern gehen bei den Nistkästen auf Jagd und versuchen, den noch ungeübt herumflatternden Nachwuchs zu schnappen. Ein Holznistkasten stellt für ihren starken Schnabel selbstverständlich kein Hindernis dar, ebenso wenig wie Holzbeton. Das Einzige, was man tun kann, um teure Nistkästen vor Zerstörung durch den Specht zu schützen, ist, sie ggf. mit Metall zu armieren. Viele Spechte sind deutschlandweit gefährdet.

Hunde: Ein außergewöhnlicher Gast an der Futterstelle. Manchmal zwängen sich Hunde durch Zäune oder springen darüber, um sich von der Futterstelle Knödel zu holen. Das Futter dann so hoch hängen, dass es vom Hund nicht erreicht werden kann. Wenn es nicht das eigene Haustier ist, die “undichte” Stelle im Zaun suchen und schließen.


Biotope und Rote Listen
Die Menschen sehnen sich nach Grün und Natur. Es gibt kaum jemanden, der nicht von einem Häuschen im Grünen mit Garten träumt. Was läge also näher, als das Grün zu den Menschen in die Städte zu bringen? Stattdessen ist gemäß der Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes in den Jahren 2002-2005 für Siedlung und Verkehr jeden Tag eine durchschnittliche Fläche von 114 ha pro Tag verbraucht worden, selbst wenn die Tendenz derzeit im Laufe der Jahre rückläufig ist. Die meisten Bauvorhaben, Flächenvernichtungen und Zersiedlungen erfolgen geräuschlos. Bei einigen Projekten werden die Bürger allerdings auf den Raubbau an der Natur aufmerksam, und es kommt zu Protesten in der Bevölkerung. Die Aktivitäten der Bürger und Naturschützer, welche Naturflächen und Biotope erhalten wollen und vernünftige Kompromisse oder Alternativlösungen bzw. eine Optimierung der bereits vorhandenen Flächennutzung fordern, bleiben in der Regel aber langfristig wirkungslos, weil die Entscheidungen zur “Umwidmung” von Naturflächen zu Baugrund von Räten, Bezirks- und Landesregierungen gefällt wird, die sich von Unterschriftslisten oder den Interessen der Anwohner in keiner Weise beeindrucken lassen. Unternehmen, bei denen “ungenutzte” Naturflächen Begehrlichkeiten wecken, argumentieren mit den “Arbeitsplätzen” und drohen andererseits mit Klagen vor Gericht oder Abwanderung. Den Städten und Gemeinden winken Gewerbesteuereinnahmen. So wird rasch die Polizei hinzugeholt, um “lästige” Bürger von der zu vernichtenden Naturfläche zu entfernen und festnehmen zu lassen. Richter entscheiden sich noch immer vielfach unbesehen für die Bauvorhaben und verlangen bestenfalls Auflagen, die zum Schutz der Natur völlig ungenügend sind. Das gleichgültige und auf eigenen Gewinn ausgerichtete Verhalten der verantwortlichen Entscheidungsträger, die den Belangen der Natur keinen Raum geben, schlägt sich dementsprechend in gefährdeten Biotopen, Flora und Fauna nieder. Laut Bundesamt für Naturschutz wurden 1994 68,7% der Biotoptypen Deutschlands als gefährdet eingestuft (RIECKEN et as. 1994, RATHS et al. 1995, Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands, zweite fortgeschriebene Fassung 2006). Im Jahre 2006 belief sich der Prozentsatz schon auf 72,5%, wobei durch Schutzmaßnahmen Verbesserungen eher bei den kritischen Biotopen erreicht wurden als bei nicht gefährdeten. Die Zahl der bedrohten Tierarten steigt ungebremst auf beschämende und alarmierende Maße an. Immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Es steht zu befürchten, dass im Rahmen der anthropogen verursachten globalen Erwärmung ganze Lebensgemeinschaften in Flora und Fauna wegbrechen. Die Folgen für den Menschen sind bisher nicht absehbar. Ein Richtungswechsel im Denken der politisch Verantwortlichen ist nicht in Sicht. In anderen Ländern verhält es sich leider ganz genau so. In Schweden fordert die Forstwirtschaft die Abholzung von wertvollen Wäldern, um daraus Papier und Streichhölzer zu machen. Auch hier konnten sich Naturschützer nicht durchsetzen. Menschen, die sich in einigen Ländern Südamerikas gegen die Abholzung des Regenwaldes stemmen, werden, wie den Nachrichten zu entnehmen ist, von Bodenspekulanten durchaus kurzerhand erschossen. Auch bei uns schadet der Flächenverbrauch und die Zersiedlung, und zwar unmittelbar, wenn das teuer erworbene Eigentum plötzlich nur noch einen Bruchteil des alten Preises wert ist, weil sich niemand zwischen stinkende Schornsteine setzen will, wo vorher eine Wiese war. Der Traum vom Haus im Grünen platzt. Langfristig wird Menschen durch solches Handeln Land weggenommen, denn mit steigenden Meeresspiegeln nagt die See verstärkt an den Inseln in Nord- und Ostsee und an den Küsten, deren Land salzig und unfruchtbar werden kann.

Geschichte der Biotope
Ohne den Menschen wäre Deutschland mit Wald bedeckt, wie auch in der Übersicht auf der folgenden Karte zu sehen ist.
http://www.floraweb.de/vegetation/pnv/index.html

Ab 2000 v.Chr. bzw. schon früher erfolgten die ersten Rodungen durch den Menschen, hauptsächlich, um Platz für Siedlungen zu schaffen. Ab dem 8. Jahrhundert begannen Rodungen für Felder, die im 13.-16. in Rodungsschüben gipfelte, die unter anderem auch Brandrodung umfassten. Viele Ortsnamen erinnern noch heute daran. Besonders im 17. und 18. Jahrhundert erhöhte sich der Holzbedarf durch das aufstrebende Handwerk derart, dass zum Schluss ein Holzmangel eintrat. Letzten Endes sah man sich gezwungen, für den Wald Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Welch frappierende Parallele zu unserer heutigen Zeit! Wildtiere hingegen passten sich an die Ersatzbiotope an und fanden auf den Feldern und in Kleinstrukturen ein neues Auskommen. Neue Arten wanderten ein, die mit den neuen Lebensräumen gut zurecht kamen.
Schmetterlinge kommen z.B. vielfach in bestimmten Biotopen vor. Etwas 50% aller Arten finden ihr Larvalhabitat auf Kalkmagerrasen (z.B. Buckelwiesen). Die Arten, die als Larve im Hochmoor leben, benötigen als Imagines (ausgewachsene Tiere) die Blumen des Flachmoors als Nahrungsgrundlage.
Heute „gehört“ das meiste Land irgend jemandem, was in der Regel zu dessen Versiegelung führt. Auf zugeteerten und zugepflasterten Flächen mit künstlich gezüchteten, unfruchtbaren oder exotischen Pflanzen findet kein Tier mehr Nahrung. Neben einigen wenigen geschädigten Naturflächen bestehen ihre Lebensräume nunmehr aus sehr begrenzten Grünflächen in Parks, Wohnanlagen und Gärten.

Die Gefährdung in den Roten Listen wird wie folgt dargestellt:

0 = vollständig vernichtet, bei Tierarten: ausgestorben
1 = von vollständiger Vernichtung bedroht. Bei Tierarten geht man davon aus, dass die in diese Rubrik eingestuften Arten aufgrund des genetischen Flaschenhalses und weiterer Flächenverluste spätestens in den nächsten 20 Jahren aussterben werden, ohne dass man ihnen noch groß helfen kann.
2 = stark gefährdet. Stark rückläufiger Bestand mit Auslöschung in einigen Regionen.
3 = gefährdet. Negative Bestandsentwicklung, vielerorts Auslöschung.
R = selten. Nur in eingeschränkten Räumen vorkommend.
V = Vorwarnliste. Langfristige Rückgangstendenz, aber noch keine Einordnung in die Gefährdungskategorien 1-3.
* = keine Gefährdung
# = Gefährdungseinstufung nicht sinnvoll, weil Biotoptypen im Naturschutz unerwünscht sind.
? = Daten nicht ausreichend, daher keine Einstufung möglich.

Die Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands von 2006 (318 Seiten) ist beim Bundesamt für Naturschutz erhältlich.
Nicht überraschend sind die Gründe für die Gefährdung u.a. Flächenversiegelung und -vernichtung, Flussbegradigungen, naturferne landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzung, Grundwasserabsenkung, zu intensive Freizeitnutzung, Nährstoff- und Schadstoffeintrag, intensive fischereiliche Nutzung und Überfischung aber auch Biotopverlust durch Nutzungsaufgabe und Mindernutzung. Landschaften werden dann nicht mehr gepflegt. Beil Kalkmagerrasen führt dies z.B. zu einer Verbuschung, die unter Naturschutz stehende Blumenarten verdrängt. Dies bedeutet Habitatverlust für viele Schmetterlingsarten.

Die Rote Liste der gefährdeten Vögel in NRW enthält die notwendigen Schutzmaßnahmen, wobei die Wiederherstellung der Biotope die Lebensgrundlage für alle Tiere verbessert.

http://www3.lanuv.nrw.de/static/infosysteme/roteliste/default2.htm

Weitere Links zur Information:
http://www.evsa.de/links.htm#redlist

http://www.inflotrop.org/deutsch/index.html

http://www.ag.ch/wald/de/dokumente/pdf/uag_so_4_51.pdf

http://www.biodiversity.ch/publications/hotspot/documents/HOTSPOT_15_2007dtWEB_000.pdf

http://www.floraweb.de/

http://www.lfu.bayern.de/natur/daten/rote_liste_tiere/index.htm

Der tierfreundliche Garten
Wichtig sind ausreichend große Naturflächen. Nicht jeder Gartenbesitzer muss in seinem Garten alle Kleinbiotope einrichten. Jemand pflanzt ein Beet mit Wildblumen, der Nachbar hat einen kleinen Teich mit flachen Rändern, ein dritter Nachbar stellt eine Futtersäule für Vögel auf, ein vierter hat Platz für einen Reisig- oder Steinhaufen. Ein tierfreundlicher Garten kann ein oder mehrere Kleinbiotope beherbergen wie Wildpflanzen/-blumen, unbefestigte Wege, Wasserquellen, Futterpflanzen, Hecken, Büsche, Bäume, Sand (Spatzen nehmen Sandbäder), Stein- und Reisighaufen, Bretterstapel, Igelkuppel, künstliche Nisthilfen aller Art für Vögel, Fledermauskasten, Futterstellen für Vögel, Einschlupfe für Fledermäuse am Haus, Nisthölzer für Insekten (Insektenhotel) und Unterschlupfmöglichkeiten, Natursteine mit eingebauten Niststeinen, Lücken im Zaun für Grenzgänger wie z.B. Igel und vieles mehr. Laub liegen lassen und auf den Beeten verteilen (Schutz für Insekten).

Gefahren im Garten
Andererseits bestehen im Garten viele Gefahren, die man abwenden und vermeiden kann.
Regentonne - Tiere stürzen hinein und ertrinken. Regentonnen mit einem Kletterstab versehen oder gleich ganz abdecken.
Regenrohr - Tiere fallen hinein. Ein Gitter auf die Dachrinne legen, das hält auch Laub ab.
Laubschächte - Tiere können durch das Gitter fallen. Stab hineinstellen oder mit einem engen Netz zum Auffangen von Laub abdecken.
Treppen - Tiere kommen nicht die Stufen hoch (z.B. Igel). Ein Brett an der Seite oder eine Betonrampe, wie sie z.B. zum Hinaufschieben für Fahrräder vorgesehen ist, schafft Abhilfe.
Drähte - Mit lose herumliegenden oder lockeren Drähten können Tiere sich strangulieren oder darin hängen bleiben.
Fenster - Viele Vögel brechen sich an Fensterscheiben das Genick. Die Vogelwarte Radolfzell hat Scheiben entwickelt, die mit einer ultravioletten Schicht bedampft sind, die Vögel erkennen können. Zwischenzeitlich ist ein Stift im Handel, mit dem man für den Menschen weitgehend unsichtbare Linien zur Markierung auf den Scheiben anbringen kann. Alternativ dazu kann man vor den Fensterscheiben Insektennetze spannen, die ebenfalls für das menschliche Auge beinahe unsichtbar sind. Vogelsilhouettenaufkleber sind jedenfalls keine Garantie für Sicherheit. Meiner Beobachtung nach lassen Futterstellen nahe der Fensterscheibe (z.B. auf Balkonen) die Vögel solche Unfälle wenigstens unversehrt überleben, weil sie aufgrund der geringen Entfernung noch nicht die tödliche Geschwindigkeit erreicht haben.
Verwendung von Giften - Auf Gifte sollte man im Garten bis auf wenige Notfälle besser verzichten.

Bilder unten von links nach rechts:
Nistblock aus Ton für Solitärbienen. Der Block muss in Richtung Süden aufgehängt werden.
Austausch der Taubeneier zur Regulierung des Straßentaubenbestands: links das echte Ei, rechts Osterdeko.
Silberkugel gegen Greifvögel
Verschiedene Nester

nesting site for solitary bees
pigeon egg replacement: left: egg, right: easter decoration egg
protection of song birds from birds of prey
nesting sites

Nature Corner

Feed the Birds, Tuppence a Bag

Recommended reading: Sally Roth, The Backyard Bird Feeder‘s Bible, A Rodale Organic Gardening Book. This book is about American birds but has helpful advice on feeders and plenty of other issues around feeding of songbirds. A fascinating book!

Above, you find lengthy information on bird feeding in German that has, much to your surprise, not been translated into English. Let me explain.

In Germany, people have been thorougly misinformed about bird feeding for various reasons. Some German nature pressure groups believe, among other, that birds may overeat at feeding stations, eat the wrong food, feed their nestlings the wrong food, die because they'd accidentally drink icy water or get icy feathers in bird baths that should not be available in winter. These statements, of course, are thoroughly unfounded because song birds - however small they may be - are part of our wildlife. They do not require any human control. Their instinct tells them exactly when to do what, and they manage to withstand the hardship they experience in the winter season. Their fluffed up, water repellent feathers keep them warm. Thus, they do not get "icy" feathers, and they are not "fat" either. Rather, a bird feeding station that is available throughout the whole year, especially in winter, helps them breed and survive. It merely gives them some of the food back that is taken from them when land is destroyed for new roads or buildings.

When the necessity of bird feeding came to light to mitigate plummeting numbers of bird species, some German sellers quickly imported bird feeders from Great Britain for the winter. They all had labels on them that said: “Support British Wildlife“. Of course, I am always prepared to support British wildlife, no matter where it may live.


In Great Britain and the USA bird feeding has a long-standing tradition, and a useful one it is, too. If continued all year long or at least until the middle of May, starting in September, it will also support migrating birds. Other important measures are nesting boxes hung up with their entrance directed east or south or anything inbetween. Nesting boxes require no “safety distance“ between them as birds usually build their nests close to one another. You don‘t necessarily have to climb up a ladder either as long as no one will disturb the nesting box while it‘s inhabited. Make sure to get rid of fleas and flies in the autumn because those tiny insects will kill the birds‘ offspring. Also consider planting some wild thorny varieties of shrubs, hedges and climbing plants, to provide nectar for insects and nesting sites. Do not forget to offer water, especially in hot weather, otherwise birds may quickly die of thirst.



Avoid nuisance guests (rats & mice) by keeping the ground underneath the feeding station clean. In order to keep city pigeons away from the feeding station, I place a bowl, covered with a net or wire netting underneath the feeders so food can fall in there and the pigeons can‘t reach. I place a stick inside the bowl so small birds can get out again if they accidentally climb inside. Another option is to place a large bowl with food or feeders underneath a protective cage. The cage doesn‘t allow pigeons in and food can‘t fall out of the bowl. To slow down food consumption of squirrels try using weight-sensitive squirrel-proof feeders. In general, stand by to watch the animals‘ dexterous feats as they cooperate to get their share of food. The city pigeons that have outstayed their welcome are hence named Trix and Trixie, and quite rightly so.
It goes without saying that it is essential to preserve natural habitats. The respective part in the German section describes the overall negative situation in Germany as far as the preservation of natural habitats is concerned. I guess the situation is similar world-wide.

Beware of dangers in your garden or on your balcony such as:


Rain collection barrels - animals may fall in and drown. Put a stick inside so they can climb out again or cover the barrel with net wire.
Water pipes - animals may fall in. Place a grid on the gutter. This will also keep the autumn leaves out of the pipes.
Leaf shafts - animals may fall through the grid. Place a stick inside or cover with a close-meshed net.
Cellar steps - animals (hedgehogs, etc.) may not be able to climb up the steps once they have fallen down. A wooden board on one side or a concrete ramp such as it is used to push up bikes will help them climb up again.
Lose wires - animals may get caught up in them and not get out or choke.
Windows - Many birds break their necks at windows. The German ornithological station Radolfzell has developed a pen to make windows visible for birds. Silhouette stickers only help to some degree but are better than nothing.
Poison - Avoid poison in your garden if you possibly can unless you are totally desperate. It is well worth-while to create a bird-friendly garden so the birds will control the pests.

The pictures on this site (from left to right):

upper row: parakeets, nuthatch, female woodpecker, green finch
middle row: young great tit that has just left its nest, blue tit with beak deformation and no chance of survival despite the feeding station, sparrow nesting pot.
lower row: nesting holes for solitary bees, egg exchange to control numbers of city pigeons (pigeon egg left, plastic easter decoration egg right), silver ball to keep birds of prey away from feeding station, various nests in a garden.

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At the bird feeding station (35 pictures). Click on start to watch the slide show. To enlarge, click on left symbol.

An der Vogelfutterstelle (35 Bilder). Auf Start klicken, um die Slide Show zu sehen. Zur Vergrößerung der Bilder bitte auf linkes Symbol klicken.


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