07/2026

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Hartwin, ECHO und GWRA - Untätigkeit als Option

Nach dem tragischen Scheitern der Rettung des Wales „Timmy“ in Deutschland wurde bereits im Januar 2026 erstmals ein weiterer problematischer Wal in den Niederlanden gesichtet. "Hartwin" zog zwischen den Niederlanden und Norwegen hin und her, bevor er zuletzt in die Ostsee gelangte und sich aktuell in dänischen Gewässern an der Grenze zu Deutschland befindet.

Dieser Wal weist eine Hauterkrankung auf. Keiner der Nordsee-Anrainer verfügt derzeit über spezialisierte Rettungsteams oder etablierte Protokolle für eine veterinärmedizinische Behandlung.

Trotz der bemerkenswerten zurückgelegten Strecke haben mehrere Experten "Hartwin" einen schlechten Gesundheitszustand bescheinigt und eine negative Überlebensprognose abgegeben.

Die Walschutzorganisation STRANDED NO MORE beklagte unterdessen, dass die von ihnen entwickelten ECHO- und GWRA-Systeme zur Verhinderung von Walen in die Ostsee und zur Verbesserung der Reaktion auf Walnotfälle bislang auf nur wenig Interesse gestoßen seien. Die Organisation sieht darin Anlass zu grundsätzlichen Fragen hinsichtlich der Priorität, die dem Schutz von Großwalen und ihrer ökologischen Bedeutung eingeräumt wird.
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